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Sicher möchten Sie wissen, wem Sie Ihr kostbares Manuskript anvertrauen …

Zuerst einmal …

Ich lebe in meiner Geburtsstadt Berlin und nein, ich habe weder Germanistik oder Literaturwissenschaften studiert. Die Fachkompetenz habe ich durch Selbststudium vor allem des Schreibhandwerks – das man als Germanistin oder Linguistin eher nicht lernt – und beim Schreiben meines Schreibratgebers „Am Anfang war die Phantasie: Über das Geheimnis der Schreibkunst“ erworben, für den ich unter anderem die einschlägige Literatur von Aristoteles’ Poetik über Ludwig Reiners Stilkunst bis hin zu den neuesten Schreibratgebern wie die Bücher von Sol Stein, James N. Frey und Stephen King studierte (die letztlich auch nur auf Aristoteles aufbauen).

Ein besonderes Anliegen ist mir die Sprache. Seit ich zurückdenken kann, gilt für mich das geschriebene und gedruckte Wort. Mit fünf Jahren konnte ich lesen, mit sechs Jahren las ich Grimms Märchen in Fraktur, mit acht Jahren schrieb ich mein erstes Gedicht, mit zehn Jahren begann ich meinen ersten Roman, der immerhin zwanzig Schreibheftseiten betrug. Später schrieb ich Gedichte, Tagebücher und Briefe. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht eine Zeile schreibe. Und schon als Kind las ich alles, was mir in die Finger kam, und ich kann immer noch kein Buch wegwerfen. Zum Glück gilt das nicht für Zeitungen und Zeitschriften … 

Meine Aha-Erlebnisse

Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich Mitte der 1980er Jahre, als im Mittelstufenzentrum ein paar Straßen weiter einer der ersten Creativ-Writing-Kurse in Deutschland von Lutz von Werder angeboten wurde (mit einer öffentlichen Lesung zum Ende des Kurses, vor der wir alle zitterten!). Ich war von den zehn Abenden, die der Kurs leider nur dauerte, so begeistert, dass ich anschließend eine eigene Schreibgruppe gründete und nach einem Jahr die erste öffentliche Lesung organisierte.

Seither schreibe ich Haiku, Gedichte, Märchen, Kindergeschichten, Kurzgeschichten (auch im Berliner Dialekt) und Fachartikel über Schreiben und Sprache, habe ich in vielen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht, Schullesungen und Lesungen gehalten und Preise bei Literaturausschreibungen gewonnen. Gedichte von mir wurden ins Russische, Albanische und Bulgarische übersetzt.

Als ich begriff, dass ich das Schreibhandwerk doch nicht so beherrsche, wie ich es mir wünschte, also immer noch nicht so ganz kapierte, wie eine Geschichte funktioniert,  besuchte ich viele, viele Schreibwerkstätten und Schreibseminare, vor allem an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Und so langsam dämmerte es, und eines schönen Nachmittags im Schloss Wolfenbüttel fiel beim Schreiben einer Geschichte der Groschen – die ansosten meine letzte gewesen wäre, denn ich hatte mir geschworen, nie wieder eine Zeile zu schreiben, wenn diese Geschichte auch verrissen wird. Die Wut und der Frust verliehen mir offensichtlich Flügel, denn plötzlich wusste ich: Aha, so geht es. Heute nennt man so etwas Flow. Für mich war es ein Glücksgefühl, das selbst ich nicht mit all den Worten, die mir zur Verfügung stehen, beschreiben kann ... Ein Fernstudium an der Schule des Schreibens brach ich ab, weil es mir nichts Neues mehr bot. 

Und dann …

Als ich merkte, wie viel Freude es mir bereitet, andere das Schreiben zu lehren, begann ich als Dozentin für kreatives Schreiben zu arbeiten. Ich organisierte und leitete Literaturwettbewerbe und wurde Jurymitglied bei solchen Wettbewerben.

Da auch Genies wie Goethe Vorlesungen zur Poetik belegten und sich an anderen Schriftstellern orientierten, weil es nur zu zehn Prozent aufs Talent und zu neunzig Prozent eben auf das Handwerk ankommt, rief ich schließlich mein Schreibtippsblog ins Leben. Dort gebe ich mein gesammeltes Wissen, das ich  mir beim Selbststudium, beim Schreiben des Schreibratgebers, bei Schreibseminaren und nicht zuletzt durch die Praxis – beim eigenen Schreiben und durch Lesen! Lesen! Lesen! – aneignete und immer noch aneigne, anderen Schreibenden weiter, damit sie nicht dieselben Fehler machen wie ich zu Beginn meines Schreibens.

Das Lektorieren und Autorencoaching ergaben sich dann ganz von selbst, nachdem ich viele Jahre verschiedene Literaturzeitschriften und eine Buchreihe mit Lektorat, Satz und Layout  herausgegeben und während meiner langjährigen Mitarbeit bei der Max-Planck-Gesellschaft viele wissenschaftliche Arbeiten korrigiert und lektoriert hatte. Aber immer noch bin ich ganz aufgeregt, wenn ich wieder ein sozusagen jungfräuliches Manuskript in den Händen halte, und habe ich Respekt vor jedem einzelnen Manuskript.

Weitere Infos finden Sie auf meiner Autorenhomepage und ein Interview als Autorin auf http://www.whohub.com/schreiblabor

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